Anfallende Kosten während einer Organspende

Das Thema Organspende gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Doch trotz zunehmender Aufklärung in den Medien und durch Krankenkassen, besteht immer noch eine große Kluft zwischen den Menschen, die sich für die Organspende aussprechen, und denen, die tatsächlich einen Organspendeausweis besitzen.

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Gesetzliche Neuregelung

Aus diesem Grund hat sich der Bundestag zu einer Reform der Organspende ausgesprochen. Jeder Deutsche ab 16 Jahren wird in Zukunft und in regelmäßigen Abständen direkt von seiner Krankenkasse angeschrieben, um sich Gedanken über seine Spenderbereitschaft im Falle eines Hirntods zu machen.

Offene Kostenfrage

Doch auch in einem anderen Punkt, der mit der Frage nach einer Organspende verzahnt ist, herrscht Aufklärungsmangel. So weiß kaum jemand, der einen Organspendeausweis bei sich trägt, oder selbst zum Organempfänger wird, wer eigentlich die Kosten der Transplantation übernimmt bzw. wie die gesetzlichen Regelungen aussehen. Dieses Problem trifft vor allem Lebendspender, die z. B. einem Verwandten eine Niere spenden möchten.

Versicherungsschutz für Lebendspender

In der Vergangenheit mangelte es durch nicht eindeutige gesetzliche Formulierungen zwischen Krankenkassen und gesetzlicher Unfallkasse, an Versicherungsschutz für den Lebendspender. Ebenso unklar war, wer für die Kosten bei langfristigen Gesundheitsschäden und für Rehabilitationsmaßnahmen aufkommt. Durch ein neues Gesetz, das nun im Bundestag verabschiedet wurde, wird dieser Problematik Abhilfe geschafft. In Zukunft ist bei einer Lebendspende die gesetzliche Krankenversicherung oder die private Krankenkasse sowie die gesetzliche Unfallkasse des Organempfängers dazu verpflichtet, alle Kosten für den Spender zu übernehmen. Die Kosten für langfristige gesundheitliche Schäden, die möglicherweise durch die Organentnahme auf Seite des Spenders entstehen, müssen ebenso getragen werden. Die Neuregelung entschädigt alle Spender, die seit dem Jahre 1997 ein Organ gespendet haben, und Folgeschäden davontrugen.

Sollten trotzdem noch Fragen oder Unklarheiten auftreten, besteht die Möglichkeit, sich an die Website krankenversicherungforum.com zu wenden. Hier ist es möglich, seine Fragen spezifisch nach der eigenen Krankenkasse direkt an das Forum zu stellen und von den Usern beantworten zu lassen.

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