Die Spende von Nabelschnurblut: Das müssen Eltern wissen

Im Grunde genommen ist die Nabelschnurspende eine gewöhnliche Blutspende. Zwar wird hierbei auch Blut gespendet, es wird gleichzeitig aber auch etwas Wertvolleres als Blut gespendet – und zwar Stammzellen. Etwa 70 tödliche Krankheiten lassen sich damit behandeln.

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Das Nabelschnurblut wird kostenlos an öffentlichen Nabelschnurblutbanken aufgenommen. Der Vorgang verläuft sowohl für das Kind als auch für die Mutter schmerzlos. Nachdem das Kind abgenabelt worden ist, wird das Blut dem Nabelschnurrest und der Plazenta entnommen, indem eine Nadel in die Vene der Nabelschnur gestochen wird. Anschließend wird das Blut in einem sterilen Behälter aufgefangen und versiegelt in ein Labor der Blutbank gebracht. Dort wird es auf viele Aspekte geprüft, wie zum Beispiel auf Viren, Bakterien und Pilze.

Nutzungsweise

Entspricht das Nabelschnurblut den Anforderungen, wird es verarbeitet und eingefroren. Wenn das nicht der Fall ist, wird dieses vernichtet oder für Forschungszwecke genutzt.

Das Nabelschnurblut des Kindes kann einem anderen Patienten bei ernstlichen Krankheiten helfen. Wird das Blut nicht gebraucht, kann es sogar vorkommen, dass das Blut auch seinem Besitzer helfen könnte. Doch die Spender selbst haben kein gesetzliches Recht auf ihr Blut. Möchte jemand das Nabelschnurblut für sein Kind aufbewahren, muss dieses an eine private Nabelschnurbank weitergegeben werden, die selbstverständlich nicht gebührenfrei ist.

Nabelschnurblut spenden

Möchte jemand Nabelschnurblut spenden, ist es wichtig, Folgendes zu beachten: Die Spenderin muss vollständig gesund sein und es dürfen keine Komplikationen während der Schwangerschaft aufgetreten sein. Auch das Kind muss bei der Geburt vollständig ausgereift sein. Es muss außerdem eine Klinik gefunden werden, die Nabelschnurblut entnimmt. Da die Nabelschnurblutspende fast dasselbe wie eine Blutspende ist, müssen Fragebögen zur Gesundheit ausgefüllt werden, die Infektionskrankheiten oder bestimmte Medikamente, die eingenommen werden, betreffen. Es muss auch eine Blutprobe abgegeben werden. Diese wird auf Gewebemerkmale und Infektionen getestet.

Für jeden, der Nabelschnurblut spenden möchte, ist es sehr wichtig, sich vorher gründlich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

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