Essstörungen

Essstörungen

Wie erkenne und wie vermeide ich sie.
Nicht immer erkennt man eine Essstörung auf den ersten Blick, da die Betroffenen gerade in den Anfängen, keine deutliche Zeichen, wie Übergewicht oder Untergewicht aufweisen. Auch werden abnorme Verhaltensweisen wie „fressen“ und „erbrechen“ nicht öffentlich gemacht und bleiben im Verborgenen und somit für Dritte selten ersichtlich. Diäten und Sport werden auch bei exzessivem Gebrauch nicht als kritisch eingestuft, da sich damit jeder mehr oder weniger schon mal auseinander gesetzt hat.
In der Medizin werden Essstörungen in vier Hauptformen unterschieden.

Esssucht
Hier wird das Essen zum Mittelpunkt des alltäglichen Lebens. Selbst in der Zeit wo keine Nahrung aufgenommen wird, kreisen die Gedanken ständig ums Essen.
Meist ist Übergewicht mit anschließender Adipositas (Fettleibigkeit) die Konsequenz dieser Form der Essstörung.

Binge Eating
Nennt man die Art der Essstörung, in der innerhalb eines halben Jahres, mindestens zweimal eine Heißhungerattacke auftritt, in der unkontrolliert, größere Mengen an Nahrung, wahllos, hastig und, ohne Hungergefühl in sich hineingestopft wird. Außerdem findet hierbei keine Art der Ausführung (erbrechen) statt.
Meist ist auch hier die Adipositas die Konsequenz.

Ess-Brech-Sucht
Durch Angst vor einer Gewichtszunahme, wird der Körper mit erbrechen, exzessiven Sport, extremen Diäten oder Medikamenten unter Kontrolle gehalten. Dadurch gerät der Körper aber oft in einen Mangelzustand der zu einer nächsten Fressattacke führt. Es ist ein immerwährender Kreislauf, der besonders das Herz des Betroffenen schädigt, bis hin zum Tod.

Magersucht
Da der eigene Körper als zu dick Wahrgenommen wird, kommt es zu willentlicher Nahrungsreduzierung. Selbst im maximal untergewichtigen Zustand, wird man sich als zu dick empfinden.
Durch die Mangelernährung und dem Muskelschwund können Osteoporose und Unfruchtbarkeit die Folge sein. In letzter Konsequenz kann hier, durch eine hohe Gefahr einer Infektion des geschwächten Körpers, der Tod eintreten.

Die vier genannten Hauptformen können auch in sogenannten Mischformen auftreten, was die Erkennung einer Essstörung nicht einfach macht. Im Zweifel ist es immer besser einen Arzt zu konsultieren.

Prävention

Die Steigerung der Lebenskompetenz wird von der WHO als Vorbeugende Maßnahme gegen Essstörungen empfohlen.
Miteinander reden und einander verstehen sind die Schlüssel des Ganzen.
In gemeinsamen Mahlzeiten den vernünftigen und gesunden Umgang mit Nahrung erlernen. Das Thema Diäten Schlankheits- und Schönheitswahn sollte kritisch hinterfragt werden.

In erster Linie gilt, wer sich in seiner Familie und seiner Umgebung wohlfühlt und angenommen weiß, wird seltener in einer Essstörung enden.