Hornhaut

Der gewölbte und vordere Teil der äußeren Augenhaut wird Hornhaut genannt. Sie wird benötigt, um die Lichtbrechung zu unterstützen und bildet den äußeren Abschluss des Auges. Sie muss von Tränenflüssigkeit benetzt sein. Damit bildet sie die Voraussetzung für scharfes Sehen. Die Hornhaut muss mit Nähr- und Sauerstoff versorgt werden. Dies wird durch die Tränenflüssigkeit und andere Bestandteile des Auges gewährleistet.

Ein Augenoptiker oder Augenarzt kann die Hornhaut untersuchen. Liegt eine Fehlsichtigkeit vor, kann diese unter Umständen durch eine Veränderung der Brechkraft der Hornhaut korrigiert werden. Erkrankungen der Hornhaut können zu einer Erblindung führen, die vorübergehend mit einer entsprechenden Behandlung heilbar ist.

Transplantation:

Die Transplantation von Hornhaut im Auge wird auch Keratoplastik genannt. Das von einem Spender gewonnene Material wird dafür in einer sogenannten Hornhautbank oder Augenbank aufbereitet. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Erzielt werden soll ein Ergebnis, mit dem der Betroffene ohne Sehhilfe gut sehen kann. Oft ist aber dennoch eine Kontaktlinse nötig. Schon vor rund 200 Jahren begann man mit den Forschungen zu der Hornhautübertragung. An einem Menschen wurde zum ersten Mal 1843 diese OP durchgeführt. Heute ist die Hornhauttransplantation eine der am häufigsten durchgeführten Gewebetransplantationen.

Funktionalität:

Eine Entnahme beim Spender ist bis zu 72 Stunden nach dessen Tod möglich. Entgegen der Meinung Vieler wird nach der Entnahme das Lid geschlossen, sodass von außen die Entnahme nicht sichtbar ist. Innerhalb der ersten 5 Jahre muss noch mit einer Abstoßungsreaktion gerechnet werden. Rund 20 Prozent der Transplantierten sind davon betroffen. Allerdings wird auch auf diesem Gebiet kontinuierlich geforscht, um die Ergebnisse zu verbessern.