Organspendeausweis

Einen sogenannten Organspendeausweis kann jeder Erwachsene bei sich haben und damit seiner Willenserklärung zum Ausdruck bringen. Dabei geht es um Organspenden, die im eigenen Todesfall anderen das Leben retten könnten. Es gibt aber auch die Möglichkeit, einen Dritten zu bevollmächtigen, damit dieser den eigenen Willen durchsetzt oder aber eigenständig entscheidet. Der Ausweis sollte, um Gültigkeit zu haben, eindeutig ausgefüllt sein, und im Notfall zur Verfügung stehen (Aufbewahrung bei den Ausweispapieren). Dann kann man davon ausgehen, dass der Wille, der dort dokumentiert ist, auch respektiert wird. Seit 1971 gibt es diese Ausweise in Deutschland, und können an verschiedenen Fällen angefordert werden. Da es sich aber nicht um ein amtliches Dokument handelt, kann man seinen diesbezüglichen Willen auch formlos zu Papier bringen. Ab dem 16. Geburtstag kann man eine solche Willenserklärung abgeben; bereits ab dem 14. Lebensjahr darf man einer Organentnahme widersprechen.

Welche Infomationen findet man auf dem Ausweis:

Der Ausweis beinhaltet Name und Anschrift des Spenders. Außerdem gibt man seinen Willen kund, in dem man eine der folgenden Möglichkeiten ankreuzt: „Ja, meine Organe dürfen entnommen werden“, oder „Ja, aber nur bestimmte Organe… “, oder „Ja, aber bestimmte… Organe nicht“. Außerdem kann man einer Organspende komplett widersprechen, oder eine Person angeben, die entscheiden soll. Durch Datum und Unterschrift des Ausweisinhabers erlangt der Ausweis seine Gültigkeit. Ändert man in der Zukunft seinen Willen, kann man den Ausweis einfach vernichten und einen neuen ausfüllen. Seine Existenz wird nicht registriert.

Statistiken zeigen, dass viele Menschen zu einer Organspende bereit wären, aber keinen Ausweis besitzen, was die Sache im Falle des Falles unnötig kompliziert und die Angehörigen unter Umständen völlig überfordert. Glücklicherweise lässt sich feststellen, dass die Zahl derer, die eine Organspende kategorisch ablehnen, immer geringer wird. So kann man davon ausgehen, dass die Aufklärung der Bundeszentrale, die dafür zuständig ist, immer mehr Zuhörer findet. Es lässt sich ein „JA“ und „NEIN“ Argument für alles finden. Aber nach dem Tod Lebensretter zu sein, sollte doch für Viele ein Trost sein.