Radtour pro Organspende

Über 12 000 Menschen stehen derzeit auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Tendenz steigend. Um eine Organtransplantation Realität werden zu lassen, sind Voraussetzungen beim Spender sowie Empfänger erforderlich.
Das Thema Organspende ist längst zum internationalen Tagesordnungspunkt erhoben worden. Die Lebensqualität, die Überlebenschancen kann, durch den rechtzeitigen Einsatz des geeigneten Spenderorgans, für viele Menschen deutlich erhöht und in vielen Fällen erst möglich werden.

Die notwendig gewordene Entscheidungslösung wurde durch eine aktuelle Gesetzesänderung manifestiert mit der Hoffnung, dass sich zunehmend mehr Menschen mit dem Thema Organspende beschäftigen und ihre Bereitschaft dafür dokumentieren.
Viele Betroffene, die als Schwerkranke auf der Intensivstation auf Hilfe warten, binden ihre Hoffnung auf das Verständnis anderer Menschen, die Vorsorge und ihre Hilfsbereitschaft über ihren eigenen Tod hinaus getroffen haben.
Es gibt auch (prominente) lebende Menschen, die in vorbildlicher Weise ein Organ spenden, wenn es in ihrem unmittelbaren, familiären Umfeld die Lebensnotwendigkeit erforderte.

Campus Kiel

Eines der wenigen Transplantationszentren in Deutschland befindet sich im UKSH am Campus Kiel. Das gesamte Spektrum der Organtransplantationen, der Verpflanzungen von Leber, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm, Knochenmark und Niere werden praktiziert, wie auch simultane Herz-Lungen-Transplantationen.

Radtour

Dankbarkeit und hoffnungsvolle Bitte brachten betroffene Menschen, die bereits eine Organspende erhielten beziehungsweise Wartende sind, bei einer besonderen Radtour hier von Lüneburg bis Greifswald zum Ausdruck. Diese Aktion, die vom 23.06. bis 02.07.2012 in zehn Etappen verlief, sollte dazu dienen, Menschen auf die prekäre Situation zum Thema Organspende hinzuweisen.
Organisator der Tour, Wolfgang Ludwig, hat im wahrsten Sinn auf der 860 Kilometer langen Strecke Informations- und Überzeugungsarbeit geleistet.
Mit den 25 Radlern, zwischen 35 und 65 Jahren, wurden zum sechsten Mal in Krankenhäusern, Transplantationszentren sowie an öffentlichen Plätzen glaubwürdige Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt, wie wichtig Organspende ist und was es für die Betroffenen und deren Familien bedeutet.

Aktive Unterstützung erhielten die Beteiligten der „Radtour pro Organspende“ auf dem Streckenabschnitt zwischen Damp über Eckernförde bis zum UKSH-Campus in Kiel vom Direktor der Klinik für Innere Medizin IV, Prof. Dr. Ulrich Kunzendorf.

Nach dem Zieleinlauf wurden die Aktiven vom Klinikdirektor begrüßt. Nach einem Imbiss standen Gesundheitsexperten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) sowie Vertreter der Interessengemeinschaft der Dialysepatienten Schleswig-Holstein e. V. gemeinsam mit den Fahrern für Interviews zur Verfügung.

Vielleicht war die Radtour besonderer Art ein Aufmerksam-Machen für andere, humanistisch Denkende, die dem bezweckten Ansinnen Folge leisten.

Passende Beiträge zu: Radtour pro Organspende