Stammzellentransplantation

Eine besondere Form der Organspende gilt die Stammzellentransplantation. So bezeichnet man die Übertragung von Blutstammzellen zwischen zwei Personen. Das Besondere ist, dass es sich bei Spender und Empfänger um die gleiche Person handeln kann. Aber tritt der Fall ein, dass die Personen nicht identisch sind.

Transplantation:

Die Übertragung an den eigenen Körper erfolgt beispielsweise innerhalb der Behandlungen mit Chemotherapien. Dabei werden gesunde Stammzellen entnommen, und nach einer solchen Behandlung wieder zugeführt. So kann erreicht werden, dass das Knochenmark seine Funktion schneller wieder aufnimmt. Möglich ist es weiterhin, kranke Stammzellen zu entnehmen, dann zu behandeln, und danach wieder zurückzugeben. Stammzellentransplantationen sind bereits seit 1968 möglich.

Die Merkmale, die zwischen Spender und Empfänger übereinstimmen müssen, sind äußerst vielfältig. Da sie im menschlichen Körper in vielen Kombinationen vorhanden sein können, ist die Suche nach dem passenden Spender oft die berühmte „Nadel im Heuhaufen“.

Blutgruppe:

Entgegen der oft gehörten Meinung müssen Spender und Empfänger nicht die gleiche Blutgruppe aufweisen. Jedoch hat der Empfänger nach der Transplantation stets die Blutgruppe des Spenders. Besonders hohe Chancen auf die Eignung bestehen bei Menschen, die eng verwandt sind, wie beispielsweise Geschwister. Für alle, bei denen ein solcher Spender nicht passt oder zur Verfügung steht, gibt es die Datenbanken, die freiwillige Spender in ihrer Datei führen. Jeder kann sich freiwillig typisieren und in eine solche Datenbank eintragen lassen. Im Bedarfsfall kann er dann entscheiden, ob er spendet oder nicht.

Spender und Empfänger beleiben grundsätzlich anonym. Erst zwei Jahre nach dem Eingriff dürfen sich beide, wenn sie dies wünschen, kennenlernen. Die Entnahme dauert rund eine Stunde. Der Spender kann tags darauf wieder nach Hause gehen. Alle Auslagen für Fahrten oder Dienstausfälle werden ersetzt. Das so entnommene Knochenmark von rund einem Liter regeneriert sich spätestens nach zwei Wochen.

Eine noch relativ neue Variante ist das Nabelschnurblut. Dieses kann zur eigenen Verwendung aufbewahrt werden. Die Eltern können dies veranlassen und müssen dafür zahlen.