Transplantationszentren

Um das weite Feld der Organtransplantationen möglichst gut mit versierten Fachkräften abzudecken, wurden in Deutschland eine Reihe sogenannter Transplantationszentren gegründet.

Aufgaben:

Deren Aufgabe besteht darin, den Bedarf zu koordinieren, die Transplantationsfähigkeit zu beurteilen, und Patienten auf die Wartelisten aufzunehmen. Auch übernimmt man hier die entsprechend notwendige Anmeldung bei Eurotransplant, der europaweiten Zentrale für Transplantationsfälle. Die ausstehenden Untersuchungen werden geplant und terminiert, sowie die Patienten, die lebende Spenden erhalten, auf die OP vorbereitet. Schließlich ist auch ein enger Kontakt mit anderen Kliniken von Nöten, wie Dialyseeinrichtungen und Nephrologen.

Aachen:

Im Transplantationszentrum Aachen beispielsweise werden seit 1970 Nierentransplantationen durchgeführt. Dabei stammen rund 30 % von lebend Spendern. Es gibt eine internistische Intensivstation, die sich darauf spezialisiert hat. Auch die Lebertransplantationen hat man sich hier seit 2010 auf die Fahnen geschrieben, und ein neues Zentrum errichtet, das für den regionalen Raum zuständig ist, da die nächste Möglichkeit zuvor in Essen bestanden hat.

Über die zahlreichen Möglichkeiten und die immer noch bestehenden Risiken gibt es zahlreiche Veröffentlichungen und Interneteinträge. Ständig gibt es auf dem Gebiet der Transplantationen Neuerungen und Forschungen, die vor allem helfen sollen, die Nachwirkungen und Komplikationen von Transplantationen besser in den Griff zu bekommen. Die Zentren, die sich in Deutschland der Organtransplantation verschrieben haben, befinden sich in:

Zentren in Deutschland:

Aachen, Augsburg, Bad Oeynhausen und Bochum. In Berlin gibt es gleich drei: das Benjamin-Franklin-Klinikum, die Charité und das Herzzentrum. Weiterhin finden sich solche Zentren in Bonn und Essen, Düsseldorf und Dresden, Bremen und Frankfurt. Auch Freiburg und Gießen, Göttingen, Hannoversch-Münden, Hannover und Hamburg sind mit einem solchen Klinikum ausgerüstet. Des Weiteren Halle an der Saale, Heidelberg und Homburg, Jena und Kaiserslautern. Außerdem Lübeck, Leipzig, Köln und Kiel sowie Mainz, Magdeburg, Mannheim und Marburg an der Lahn. Erlangen-Nürnberg, Tübingen, Münster und Stuttgart sowie Rostock und Würzburg sind ebenfalls darunter. In München gibt es gleich zwei dieser Einrichtungen, an der TU und in Großhadern. Auch Regensburg und Ulm haben Transplantationszentren. Die genauen Daten über diese Kliniken, die Ansprechpartner und worauf man sie jeweils spezialisiert hat, sind im Netz nachzulesen.

An allen der 42 Einrichtungen arbeiten hoch spezialisierte Mediziner, die auf dem Gebiet der Transplantationen beachtliche Erfolge vorweisen können. In einer verhältnismäßig kurzen Zeit von rund 100 Jahren wurden auf diesem medizinischen Gebiet so weitreichende und zukunftsorientierte Forschungen und Weiterentwicklungen errungen, dass heute manche Arten von Transplantationen ein verhältnismäßig geringes Risiko bergen, und in großer Anzahl durchgeführt werden können. Einige Verpflanzungen wurden auch heute noch nicht vorgenommen oder stecken noch in den Kinderschuhen. Beispielsweise wurde 2002 zum ersten Mal weltweit eine Gebärmutter verpflanzt. In einigen Jahren wird dies vielleicht zu einer Standard-OP geworden sein. Seit 1997 ist in Deutschland ein neues Transplantationsgesetz in Kraft. Ständig werden aber auch hier Neuerungen vorgeschlagen, die geprüft und eventuell gesetzlich umgesetzt werden können. Beispielsweise ist seit Längerem im Gespräch, für eine Transplantation keine ausdrückliche Genehmigung mehr zu benötigen, sondern die Erlaubnis als erteilt zu betrachten, wenn nichts Gegenteiliges nachgewiesen werden kann. Dies hat sich aber noch nicht durchgesetzt, da solche tief greifenden Veränderungen der genauen Untersuchung und Überlegung bedürfen. Alle eventuellen Missbrauchsfälle und Komplikationen bei der Auslegung des Gesetzes müssen im Vorfeld geprüft werden.