Übergewicht

Übergewicht – Symptome und Vorbeugung

Übergewicht oder Adipositas (Fettsucht) hat sich zur Volkskrankheit Nummer eins entwickelt. Besonders in industrialisierten Ländern mit Nahrungsüberfluss und wenig körperlicher Tätigkeit. Nach dem Rauchen ist es eine der häufigsten Todesursachen und eines der größten Probleme der heutigen Zeit. Denn Fettleibigkeit bringt viele Folgeerkrankungen mit sich, wie z. B. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erhöhtes Cholesterin und hoher Blutdruck, sogar Krebs und Demenzerkrankungen treten häufiger auf. Nachfolgend sind einige Symptome genauer beschrieben.

Was genau sind die Symptome?
Diabetes Mellitus beispielsweise entsteht folgendermaßen: Bei zu reichhaltiger Ernährung ist ein ständiges Überangebot an Glukose gegeben und damit verbunden sinkt die Sensibilität und Anzahl der Insulinrezeptoren an den Körperzellen. Das Insulin reicht irgendwann nicht mehr aus, um den Überschuss an Glukose abzubauen. Der Körper leidet unter einem Insulinmangel und er muss neues bilden. Die Bauchspeicheldrüse wird zu stark beansprucht und ist schließlich erschöpft. Es bildet sich ein Diabetes mellitus Typ II.

Übergewicht verursacht eine Veränderung im Fettstoffwechsel. Die Konzentration von Cholesterin ist zu hoch. Der Anteil des sogenannten HDL-Lipoprotein sinkt, welches für den Abtransport von Cholesterin verantwortlich ist. Der Anteil des schlechten LDL-Lipoprotein steigt dagegen an. Es enthält viel Cholesterin und begünstigt die Verkalkung der Blutgefäßwände (Arteriosklerose). Weitergehend verfettet die Leber und die Bildung von Gallensteinen wird gefördert.

Beide Symptome begünstigen letztendlich die Entstehung von Schlaganfällen, Bluthochdruck oder Herzerkrankungen wie z. B. Angina pectoris.

Das Fettgewebe spielt auch bei Krebserkrankungen eine besondere Rolle. Fettgewebe, so weiß man heute, hat nicht nur die Aufgabe Energie zu speichern, es ist auch hormonell aktiv, produziert also Hormone. Hormone können durch das Fettgewebe derart verändert werden, dass sie ein Krebswachstum fördern können.

Vorbeugung
Mit regelmäßiger Bewegung und ausgewogener Ernährung kann man Übergewicht und Fettsucht vorbeugen. Viel schwieriger ist es sie zu behandeln, vor allem nach zunehmender Dauer. Folgeerkrankungen können je nach Stadium immer schlechter behandelt werden, auch nicht mehr durch Gewichtssenkung. Mit der Vorbeugung muss schon im frühen Kindesalter begonnen werden. Die Rechnung ist eigentlich ganz einfach: Um schlank zu bleiben, muss mindestens so viel Energie verbraucht werden, wie zugeführt wird durch Essen und Getränke. Vorzuziehen sind dabei kalorienarme, naturbelassene Nahrungsmittel mit wenig Zucker; besser Vollkorn statt Weißmehlprodukte. Diese lassen den Blutzuckerspiegel zu schnell steigen, was wiederum schneller zu Hunger führt. Stark verarbeitete Lebensmittel mit vielen unaussprechlichen Inhaltsstoffen und E-Nummern sind zu meiden.

Die Weichen zum Dickwerden werden unbewusst in der Kindheit gestellt. Flaschenkinder neigen eher zu Übergewicht. Babys die gestillt werden, wissen instinktiv, wann sie genug haben. Werden Kinder mit der Flasche aufgezogen, neigt man dazu die Flasche hinzuhalten, bis sie komplett leer ist. Man sollte Kinder nicht bei jedem Schreien oder Weinen füttern. So lernt das Baby, dass Essen immer hilft, egal ob man traurig ist, man Langeweile oder Frust hat oder traurig ist.