Werden Sie Organspender und retten Sie Menschenleben.
Auch Sie könnten einmal Hilfe benötigen!

Blutgruppen"

Die verschiedenen Blutgruppen geben Aufschluss über die Zusammensetzung der verschiedenen Blutbestandteile. Bevor diese Blutgruppen 1901 von Karl Landsteiner entdeckt wurden, wofür er 1930 den Nobelpreis für Medizin erhielt, endeten viele [...]

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Organspendeausweis"

Einen sogenannten Organspendeausweis kann jeder Erwachsene bei sich haben und damit seiner Willenserklärung zum Ausdruck bringen. Dabei geht es um Organspenden, die im eigenen Todesfall anderen das Leben retten könnten. [...]

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Organspende

Was ist Organspende?

Die Organspende ist des Öfteren in aller Munde. Jeder redet über die Spende von Organen und viele lehnen bereits im voraus, die Organspende ab. Doch ist das in der Tat sinnvoll? Viele Menschen sind krank und brauchen ein Spenderorgan, damit diese Menschen mit Lebensqualität weiter leben können. Ein Mensch, der seine Organe bei seinem Ableben spenden möchte, kann dies festlegen, in dem er den Organspendeausweis mit sich trägt. Dieser kann ganz schnell und einfach ausgefüllt werden. Am besten wird der ausgefüllte Ausweis im Portemonnaie aufbewahrt. Denn das Portemonnaie ist in der Regel immer mit dabei, wenn man unterwegs ist, und so weiß der Arzt im Falle eines schweren Unfalls, dass der verunglückte Mensch seine Organe zur Verfügung stellen möchte.

Organe, die gespendet werden können

Zu den Organen, welche einer Spende zur Verfügung stehen, gehören die Nieren, die Leber, das Herz, die Lunge und die Bauchspeicheldrüse. Weiterhin kann Gewebe gespendet werden. Dazu gehört die Augenhornhaut. Aber auch die Herzklappen können gespendet werden. Jeder Mensch, der seine Organe spenden möchte, kann selbst bestimmen, welche Organe er spenden möchte. Es kann sich entschieden werden zwischen einzelnen Organen, das bedeutet, dass manche Organe von der Spende ausgeschlossen werden können. Selbstverständlich können auch alle Organe beim Ableben gespendet werden. Auf dem Ausweis kann auch vermerkt werden, dass keine Organe gespendet werden möchten oder dass die Entscheidung der Organspende einer Vertrauensperson übergeben wird. Das letztere ist sicher eine schwere Entscheidung für die Vertrauensperson. Besser wäre es, wenn jeder Mensch sich selbst für oder gegen eine Spende seiner Organe entscheidet.

Das Ableben eines Menschen

Menschen, die nicht mehr lebensfähig sind, werden als Spender in Frage kommen. Nicht mehr lebensfähig bedeutet im medizinischen, dass der Hirntod festgestellt worden ist. Mit dem Eintritt des Hirntodes ist kein Mensch mehr lebensfähig und somit kann der Weg zu einer Organspende frei sein. Mit den Angehörigen wird geredet und danach wird die endgültige Entscheidung getroffen, ob Organe des Menschen entnommen werden oder nicht. Selbstverständlich wird bei dem hirntoten Menschen die Beatmung weiter aufrechterhalten, denn ohne die Beatmung könnten keine Organe entnommen werden. Nachdem feststeht, dass Organe entnommen werden, wird über die Organisationszentrale für Organspende informiert. Diese Organisation sorgt in der Regel dafür, dass die Menschen, welche auf der Liste für Organspende ganz oben stehen, die entnommenen Organe erhalten. Nun wird die Blutgruppe des hirntoten Menschen bestimmt und eventuelle Erkrankungen und Infektionen werden festgestellt. Wenn alles bestimmt ist und der Organentnahme nichts mehr im Wege steht, wird die Operation vorbereitet. Dem hirntoten Menschen werden Mittel verabreicht, die die Muskeln entspannen und der Mensch, der die Organe bekommen soll, wird in Narkose gelegt. Die Entnahme der Organe beginnt und in aller Eile erhält der Mensch, welcher die entnommenen Organe benötigt, diese eingepflanzt. Der Organspender oder dessen Angehörige müssen keine Sorge haben, dass Schmerz auftritt, denn zwei voneinander unabhängige Ärzte haben den Hirntod des Spenders festgestellt. Auch dürfen nur Organe entnommen werden, zu denen eine echte Zustimmung gegeben wurde. Sofort nach der Organentnahme werden die Organe in das Krankenhaus gebracht, in welcher der Mensch ist, der die Organe benötigt. Sehr rasch werden dem Patienten die Organe eingepflanzt. Der Organspender wird nach der Organentnahme einem Bestatter übergeben und die Angehörigen sorgen in der Regel für eine pietätvolle Bestattung des Leichnams.

Eine erfolgreiche Organtransplantation

In der Regel ist die Organtransplantation erfolgreich. Im Jahr 1963 wurde die erste Niere erfolgreich verpflanzt. Seitdem wurden über 85000 Organe kranken Menschen gegeben. Der Mensch, welcher ein neues Organ empfangen hat, kann in der Regel noch viele Jahre mit dem neuen Organ mit einer Lebensqualität leben.

Pro und kontra Organspende

Im Transplantationsgesetz sind alle rechtlichen Bedingungen zu einer Organspende geregelt. Wer eine Niere zu Lebzeiten spenden möchte, kann das tun, allerdings darf das nur zugunsten eines Verwandten, Ehepartners, Verlobten oder einer sehr nahestehenden Person möglich. Auch gibt es das Gesetz über die Spende, Entnahme und Übertragung von Organen und Gewebe. Dieses soll dafür sorgen, dass kein Organhandel betrieben wird, sondern in der Tat nur hirntoten Menschen Organe entnommen werden und nur Menschen dieses Organ erhalten, die auf der Liste für Organspende stehen.

Für Organspende spricht, dass andere Menschen auch nach dem Tod eines Menschen weiterleben können. Erst nach dem Hirntod eines Menschen werden die Organe entnommen. Der hirntote Mensch leidet unter keine Schmerzen und keinen Qualen, wenn ihm die Organe entnommen werden. Es ist wohl die Pflicht eines jeden Menschen, anderen, kranken Menschen ein oder mehrere Organe zu spenden, denn nach dem Tod werden keine Organe mehr gebraucht. Das ist wohl selbstverständlich, dass sich jeder Mensch bereits im Vorfeld seine Gedanken über die Spende von Organen macht und sich positiv entscheiden wird, denn mit der Spende der Organe kann anderen Menschen, die lebensbedrohlich erkrankt sind, geholfen werden.
Gegen Organspende sprechen sicher auch ein paar Kleinigkeiten. So ist es durchaus denkbar, dass Menschen keine Organe spenden möchten, weil ja nur der Tod des Gehirns eingetreten ist. Manche denken, dass sie dabei Schmerzen empfinden oder dass sich die Ärzte auf einen hirntoten Menschen stürzen, um die Organe zu entnehmen und diese rasch einem kranken Menschen einpflanzen, welche auf der Liste für Organspenden verzeichnet sind. Manche Menschen haben allerdings auch Ängste, dass die Organe nicht an den wirklich auf der Liste auf Platz 1 stehenden Menschen gepflanzt werden. Viele negative Schlagzeilen über die Spende gab es bereits. Doch diese Argumente können schnell entkräftet werden, denn die Organspenden werden nun viel strenger kontrolliert und es kann sich jeder fast sicher sein, dass die Organe an die richtigen Menschen gespendet werden.

Selbstverständlich werden keine Organe ohne die Einwilligung des Menschen oder der Angehörigen entnommen. Das geht mit rechten Dingen zu und niemand wird zu einer Spende gezwungen. Jeder kann frei entscheiden, ob einer Entnahme zugestimmt wird oder nicht. Bei allem gilt, dass der freie Wille der Menschen entscheidend ist.

Gesetze zum Spenden der Organe in Deutschland

In Deutschland gibt es das Gesetz zur Spende von Organen. Im Jahr 2012 wurde es erneuert und nun kann jeder frei entscheiden, ob er einen Spenderausweis mit sich trägt. Auch kann mittels der Patientenverfügung genau festgelegt werden, was man nach seinem Ableben haben möchte und was nicht. Jeder kann mit dieser Verfügung genau darüber bestimmen, was seiner Meinung nach in Ordnung ist. So kann über die Behandlung im Krankenhaus entschieden werden, ob eine Magensonde gewollt wird, was mit den Organen nach dem Hirntod passieren soll und wie die Bestattung vorgenommen werden soll. Liegt keine Verfügung vor, so entscheiden die nahen Angehörigen, was mit dem Menschen passieren soll. Im Sprachgebrauch wird dies Zustimmungslösung genannt. Denn die Entscheidung liegt bei den Angehörigen und diese entscheiden, was passieren soll. Diese Art von Lösung ist sicher eine schwere Entscheidung für die Angehörigen, denn in den meisten Fällen sind die Angehörigen mit einer solchen Situation absolut überfordert.

Die Widerspruchslösung sagt aus, dass wenn keine Entscheidung des Menschen vorliegt, also weder für noch gegen eine Organspende entschieden wurde, können die Organe des Menschen entnommen werden, allerdings werden oftmals die Angehörigen dazu befragt und sie können der Entnahme der Organe widersprechen.

Die Entscheidungslösung bietet jedem Menschen die freie Entscheidung einer Organspende oder eben nicht. Das wird mittels Organspendeausweis bestätigt. Auf dem Ausweis kann angekreuzt werden, was im Falle des Ablebens geschehen soll. Die Entscheidung kann für oder gegen die Entnahme der Organe getroffen werden.

Hier eine kleine Auswahl der gesetzlichen Regelungen

Die Widerspruchslösung gilt unter anderem in

  • Slowenien
  • Zypern
  • Türkei
  • Belgien

Die Entscheidungslösung gilt unter anderem in Deutschland und die Zustimmungslösung gilt unter anderem in

  • Rumänien
  • Dänemark
  • Litauen.

Aus dem Leben der Promis

Viele prominente Menschen haben sich bereits für eine Spende ihrer Organe entschieden. Denn diese Menschen sind der Meinung, dass man unbedingt helfen muss, wenn man zum Helfen in der Lage ist. Und nach dem Tod ist es wohl selbstverständlich, dass die Organe nicht mitgenommen werden können, denn wer bestattet ist, benötigt keine Organe mehr. Zu den Menschen, die sich ausdrücklich für eine Spende ihrer Organe entschieden haben, gehören unter anderem der Fußballtrainer Jürgen Klopp und die Viva-Moderatorin Gülcan Kamps. Auch der Modedesigner Wolfgang Joop hat sich bereits für eine Spende seiner Organe entschieden. Weitere Prominente, die sich für eine Spende entschieden haben, sind

  • Til Schweiger
  • Charlotte Engelhardt
  • Eva Padberg
  • Mario Basler
  • Anke Huber
  • Stephanie Stumph.

Sicher werden sich im Laufe der Zeit noch viele andere für eine Spende entscheiden, denn wenn Leben gerettet werden kann, sollte jeder Mensch unbedingt dazu beitragen. Und eine Spende der Organe ist doch so einfach.

Prominente, die bereits Organe gespendet haben

Viele Menschen sind bereits bereit, ihre Organe zu spenden. Auch prominente Menschen haben sich bereits zu einer Organspende entschieden. Dazu gehört auch Franz Vranitzky. Er war österreichischer Bundeskanzler und spendete seiner Ehefrau eine seiner Nieren. Frank-Walter Steinmeier tat es ihm gleich, denn auch er spendete seiner Ehefrau eine Niere. Der Prinz Daniel von Schweden erhielt von seinem Vater eine Niere. Auch Niki Lauda erhielt bereits zwei Mal eine neue Niere, einmal von seinem Bruder und eine weitere von seiner Ehefrau. Der Fußballer Ivan Klasnic spendete seiner Mutter eine seiner Nieren. Der Schauspieler Jürgen Vogel spendete seiner Schwester Knochenmark. Hier wird wohl jedem klar, dass das Spenden eines Organes oder des Markes durchaus Leben retten kann und dass das Spenden an prominenten Menschen nicht vorbei geht.

Fazit

Die Spende der Organe kann für kranke Menschen lebenswichtig sein. Wichtig ist allerdings, dass sich jeder Mensch für oder gegen eine Organspende entscheidet. Denn den Angehörigen diese Entscheidung zu überlassen, ist für die Angehörigen absolut schwierig und in der Situation kaum machbar. Jeder Mensch entscheidet sich einfach für oder gegen eine Organspende. Denn diese Spende rettet Leben und es ist doch nur nützlich, wenn der Spender bereits Hirntod ist, seine Organe anderen, schwer kranken Menschen zu überlassen. Denn so kann anderes Leben durchaus lebenswert erhalten werden und ein schwerkranker Mensch kann weiter leben ohne viele Ängste und Sorgen um sein Leben.